Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für die 'Leben in der Stadt' Kategorie

um Antwort wird gebeten

Erstellt von duftbaeumchen am 2. März 2012

Vor knapp vierzehn Tagen fragte ich bei meiner Krankenkasse an, auf welcher gesetzlichen Grundlage sie von mir ein Passbild für die neue Gesundheitskarte verlangt. Zwei Tage später erhielt ich eine Posteingangsbestätigung mit dem Hinweis: “Wir werden Ihre Fragen in den nächsten Tagen ausführlich beantworten.”

An der Antwort wird immer noch gefeilt. Andererseits: Im Rahmen der Erdgeschichte kann sich “in den nächsten Tagen” auch mal ein paar Jahre hinziehen.

Wiedemauchsei – ich bin mir mittlerweile unsicher, ob mein dreistes Vorgehen richtig war. Die ungewöhnlich lange Bearbeitungsdauer lässt mich vermuten, dass ich eine Maschinerie in Gang gesetzt habe, die dutzende sich um das Wohl der Kranken kümmernde Kassenangestellte nebst einer Schar gewiefter Anwälte von ihrer eigentlichen Arbeit abhält.

Das wollte ich nicht!

Vielleicht ist der Grund für die Verzögerung aber auch ein ganz banaler: Die/ der Bearbeiter(in) ist krank geworden.

Ich bleibe gespannt.

Abgelegt unter dies und das, Gesundheit und Wellness, Leben in der Stadt, Warenwirtschaft | Keine Kommentare »

Tastensperre

Erstellt von duftbaeumchen am 25. Februar 2012

Lehrer erwarten von den Eltern, dass die die portablen Ultrakurzwellenfunkfernsprechgeräte (Händis) ihrer Sprösslinge regelmäßig auf die Persönlichkeitsentwicklung negativ beeinflussende Inhalte kontrollieren, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Prinzipiell keine schlechte Idee.

Doch leider sind viele Eltern dazu nicht in der Lage:

Sie können die Geräte nicht bedienen.

Abgelegt unter dies und das, Leben in der Stadt | Keine Kommentare »

Kuschelzeit

Erstellt von duftbaeumchen am 6. Februar 2012

‘s ist frisch draußen. Ich trage heute den Angora-Stringtanga auf links.

Abgelegt unter dies und das, Gesundheit und Wellness, Leben in der Stadt | Keine Kommentare »

Sonnenstaub

Erstellt von duftbaeumchen am 5. Februar 2012

Warum passen selbst im eisigsten Winter Südbalkon, Sonnenschein und Laminatfußboden nicht zusammen?

Weil jedes Staubkörnchen sofort als hügelgleiche Erhebung zu erkennen ist.

Da kannste putzen wiede willst. Kaum steht das Reinigungswerkzeug im Verschlag, schon kriechen die Krümelmonster wieder aus ihren mit “herkömmlichen Mitteln” unerreichbaren Verstecken und tanzen Samba.

Kann da nicht mal jemand was erfinden?

Abgelegt unter dies und das, Hausmännel, Leben in der Stadt | 3 Kommentare »

Konsolenspiel

Erstellt von duftbaeumchen am 4. Februar 2012

Könnt ihr euch noch erinnern?

Früher, also vor exakt 1896 Tagen, 5 Stunden und 47 Minuten, präsentierte ich an dieser Stelle meine wellnessoasliche “Adminkonsole“.

Alles meins.

Damals.

Adminkonsole 2006
Adminkonsole 2012
vorher nachher

 

 

Erkennt ihr den Unterschied?
Mittlerweile wurde ein Großteil des Areals okkupiert; die rot schraffierten Bereiche sind verlorenes Territorium.

Nicht so schlimm. Im gehobenen Alter benötigt Mann ja auch nicht mehr soviel Kosmetik.

Abgelegt unter dies und das, Leben in der Stadt | Keine Kommentare »

Sonntagsmatinée

Erstellt von duftbaeumchen am 30. Januar 2012

neue Erkenntnisse aus der Muckibude:

  1. Es gibt Brustmuskeln, die sind direkt mit dem Gesicht verbunden – bei starker Anspannung der Musculi pectularis verzerrt sich die Mimik zur grässlichen Grimasse.
  2. Die sich jeden Sonntagvormittag zusammenfindende vierköpfige Seniorengruppe (die Herren sind im besten Alter, also mutmaßlich ungefähr so alt wie ich) trifft sich eigentlich nur zum verbalen Austausch der Wochenereignisse. Geräteübungen sind nur schmückenden Beiwerk und eher lästiges Alibi, um der heimischen Idylle für zwei Stunden zu entfliehen, ohne sich den Vorwurf gefallen lassen zu müssen, man säße jedes Wochenende in der Kneipe.
  3. Manch einem genügt es für die Körperertüchtigung, im Fitnessstudio zu lesen, entspannt Musik zu hören oder zu twittern. Die hauptsächlich beanspruchten Muskelgruppen befinden sich zwischen Handwurzel und Fingerspitzen und werden vorwiegend für die Bedienung des multifunktionalen Ultrakurzwellenfunkfernsprechgerätes eingesetzt.
    So weit möchte ich es auch mal bringen.

Abgelegt unter dies und das, Gesundheit und Wellness, Leben in der Stadt | Keine Kommentare »

Krümelkacke

Erstellt von duftbaeumchen am 28. Januar 2012

Seitdem unsere Mülltonnen nicht mehr in der Tiefgarage stehen, sondern in einer “Einhausung” im Freien, gestaltet sich die Abfallentsorgung umständlicher. Wo wir früher im Vorbeifahren die Haushaltsreste abwarfen, ist nun nichts mehr als kahle Wand. Deshalb verschiebt “Man(n)” den Gang zur Tonne solange, bis es sich wegen des süßlich-beißenden Gestanks in der Wohnung nicht mehr aushalten lässt.

Es ist wieder soweit.

Doof nur, dass es vergangene Nacht schnitt: nun brauch’ ich wohl auch noch einen Schneeschieber.

Oder ich schmeiß’ das Zeug heute Nacht heimlich vom Balkon hinunter.

Ach nee, da liecht ja ooch Schnee.

PS: Laut frühmorgendlichem Radio-Wetterbericht (9.02 Uhr) wohne ich zwischen Vogtland und Erzgebirge – im wahren Leben ganz woanders.

Abgelegt unter dies und das, Leben in der Stadt | Keine Kommentare »

Fehlsicht, Rundumsicht, Weitsicht

Erstellt von duftbaeumchen am 22. Januar 2012

aufgeschnappt: “Das ist ja grausam. Und sowas ist Kunst!

World Press Photo 11

Nein, das ist keine Kunst! Das ist das Leben!

Und es ist nicht immer so schön wie in der Werbung.

 

(World Press Photo 11, noch bis zum 29.01.2012 im Leipziger Hauptbahnhof zu betrachten)

Abgelegt unter dies und das, Fotografie, Hobby, Leben in der Stadt | Keine Kommentare »

zwei hammer noch …

Erstellt von duftbaeumchen am 17. Januar 2012

… allerdings nicht hier vor Ort, sondern in Nürnberg.

Stöpselgasse
(Bild: J.B., 14.01.2012)

Die “Drei Damen vom Grill” (habsch früher ooch gerne geguggd) bedienten sich bereits, bevor der große Regen niederging und für die beiden übrig gebliebenen Ersatzteile finden sich bestimmt auch noch Abnehmer. Im doppelten Sinn des Wortes.

Abgelegt unter dies und das, Gesundheit und Wellness, Leben in der Stadt, Warenwirtschaft | Keine Kommentare »

unterirdisch

Erstellt von duftbaeumchen am 15. Januar 2012

Du bist ein Arschloch!“, schallte es fremdländisch akzentuiert laut durch den Raum – durch den Gastraum, in dem wir erst wenige Minuten zuvor einen Platz zugewiesen bekamen.

Wilde Worte wechselten weiterhin die Besitzer; eine der zahlreichen “Kundenbetreuerinnen” stritt sich lautstark mit einem der Köche/ Pizzabäcker. Worum es genau ging, war nicht zu ergründen. Die Worte “Pizza” und “alleine fressen” ließen jedoch darauf schließen, dass es sich mutmaßlich um eine der hausgemachten Speisen drehen musste.

Wir wussten es nicht genau, freuten uns aber trotzdem, diesem Schauspiel beiwohnen zu dürfen.

Zumal der Start unserer Soirée schon nicht optimal verlaufen war. Als wir nämlich die Lokalität betraten und uns bis zum Tresen gekämpft hatten, interessierte sich von den dort anwesenden Restaurantfachfrauen (zirka sechs/ sieben ins gruppendynamische Einzelgespräch vertiefte junge Dinger) keine für uns. Wir standen und warteten; man will sich ja auch nicht unnötig aufdrängen.

Als ich schon ansetzen wollte mit der loriotschen Frage (1): “…, dürfen wir IHNEN vielleicht etwas bringen?!”, riss sich dann doch eine Angestellte aus dem wissenschaftlichen Fachdiskurs und nahm sich unser an.

Der Name als Unternehmensleitsatz?

“La Grotta” in der Leipziger Ratsfreischulstraße wurde dem gerecht.

Wir besuchten bereits mehrmals das mit der Pizzeria räumlich und organisatorisch verbundene Restaurant nebenan und die Vergangenheit gab keinen Anlass zur Klage; die Art der Gastbetreuung dürfte demnach nicht großartig anders sein. So hofften wir. Doch gestern sah es der Dienstplan wohl vor, dass sich diejenigen Mitarbeiter versammelten, die ihren sogenannten “schlechten Tag” hatten.

Auch wenn das Essen selbst vorzüglich mundete (davon abgesehen, dass die wagenradgroßen Pizzen nur mit Mühe in den Wanst einer normalgewichtigen Einzelperson passen), der Dienst drumrum (die schauspielerische Einlage zu Beginn außer Acht lassend) entsprach voll dem Namen, der über der Eingangstür prangt: Grottig.
Die Einnahme der Speisen an sich nahm den geringsten Teil der zweieinhalb Stunden dauernden Veranstaltung ein. Es schien so, als ob sich die Bedienung mehr um die tausend kleinen Dinge des Lebens kümmerte als um uns – um die Menschen, die für die Bereitstellung der Arbeitsentgelte am Monatsende erforderlich sind.

Und für die Lohnzusatzleistungen. Aber die Gehälter sind da wahrscheinlich derart hoch, dass für Trinkgelder kein Bedarf besteht.

Naja, muss auch nicht.

Es hätte wahrscheinlich vor Kassenabschluss niemand bemerkt, wenn wir ohne Begleichen der Rechnung von dannen gezogen wären.

 

_______________

1 zu sehen in Loriots Meisterwerk “Pappa ante portas

Abgelegt unter dies und das, Entertainment, Leben in der Stadt, Warenwirtschaft | 2 Kommentare »