Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für die 'Urlaub' Kategorie

Lichtspiele

Erstellt von duftbaeumchen am 21. Oktober 2011

festival of lights(Blick vom Hotel “Park Inn” am Alexanderplatz, 14.10.2011)

 

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Die violett-rote Färbung des Fernsehturms wurde nicht durch chromatische Aberration des Kameraobjektivs, sondern durch farbige Beleuchtung des Bauwerks während des “festivals of lights” verursacht.

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Rotlichtbestrahlung

Erstellt von duftbaeumchen am 5. September 2011

Auch wenn ich aufgrund dieses Beitrags die Nacht im Kämmerlein verbringen muss …

Die Herzdame verbrachte das Wochenende im Norden der Republik.

Mit der Frauenbrigade; sozusagen als Pendant zur männerlichen Kegelbruderfahrt.

Und hat nun an Nacken und Rücken einen Sonnenbrand. Sie (und der Rest der Truppe ebenfalls) saß nämlich fast den gesamten Samstag am sonnigen Ostseestrand.

Im Strandkorb.

Anscheinend so ein Haiteckstrandkorb mit in der Rückenlehne eingebauten UV-Lampen für die Bräune hintenrundrum.

Diese elenden Souvenirjäger!
Da klauen die doch tatsächlich die extra zum Schutz der Hautgesundheit angebrachten Warnschilder. Schließlich kann man erstens reine UV-Strahlung nicht mit bloßem Auge erkennen und zweitens hat man am Hinterkopf sowieso keine Augen. Zumindest die meisten Mitglieder der menschlichen Rasse.

Also ich würde mich bei den Strandkorbbetreibern beschweren.

Oder gleich richtig in die Sonne legen.

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soeben frisch eingetroffen

Erstellt von duftbaeumchen am 4. August 2011

Vor wenigen Minuten erreichte mich elektropostalisch diese Offerte (Hervorhebungen von mir):

Guten Tag,

kommen Sie gerade aus dem Urlaub, oder fahren Sie noch…?

Auf jeden Fall sollten Sie sich folgende Produkte anschauen:

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Na? Ist das nicht die perfekte Ausrüstung für den Baustellenurlaub am griechischen Mittelmeer?

Wir kennen das ja aus dem Feeernsehen: Da beschweren sich die Leute über Baulärm morgens halb sieben, Geziefer im Bad und verdreckte Schwimmbecken anstatt selbst mal mit anzufassen. Die lassen sich nicht auf die lokalen Eigenheiten des Gastlandes ein und rufen sofort den RTL-Urlaubsretter zu Hilfe. Weicheier!

Der kosmopolitisch orientierte Weltenbummler dagegen fasst auch mal beherzt mit zu und bringt sich und seine Arbeitskraft aktiv in die Entwicklung der Volkswirtschaft ein. Schließlich wollen wir in zwanzig Jahren den Lebensabend am feinen Sandstrand unter Palmen verleben.
Und dafür müssen wir heute bereits etwas tun.

Ich werde mal nachfragen, ob die auch gleich ins Ausland liefern. Den Hochdruckreiniger und den Werkzeugsatz würde ich sicherlich in den handgepäckigen Koffern unterbringen, aber die Leiter …

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Nimm die Schippe halb so voll, …

Erstellt von duftbaeumchen am 12. Juli 2011

… wenn die Arbeit reichen soll.

Wisst Ihr, warum man so selten Arbeiter auf den Autobahnbaustellen sieht?

Weil die sich besonders gut an die Anweisung auf den Schildern “Baustelle. Betreten verboten!” halten.

 

Nein, das ist nicht lustig.

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langweilig

Erstellt von duftbaeumchen am 23. Mai 2011

Also ich habe vorige Woche ein paar Minuten “Quem quer ser milionário” im portugallischen Fernsehen verfolgt – das war nicht halb so lehrreich und spannend wie unser “Wer wird Millionär”.

Ob es daran lag, dass ich so gut wie kein Wort Portugiesisch spreche, geschweige denn verstehe?

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Der Feind in meinem Bett

Erstellt von duftbaeumchen am 22. Mai 2011

Die portugiesischen Mücken sind genauso bekloppt wie unsere einheimischen.

Anstatt sich im Dunkeln lautlos anzuschleichen, sich auf das gen Zimmerdecke gerichtete Ohrläppchen zu setzen und einen kräftigen Schluck menschlichen Lebenssaft zu sich zu nehmen, veranstalten die beim Anflug einen solchen Lärm, dass ich davon munter werde.

Den weiteren Verlauf kennt man ja: Dunkelheit. Man sieht die Hand vor Augen nicht, hört aber ganz genau, wie das Summen immer lauter wird. Gleich ist sie da. Nach dem Geräusch zu schlagen ist zwecklos, da Mücken im Allgemeinen mit Nachtsichtgeräten ausgerüstet sind und sofort bemerken, wenn und dass sich Gefahr nähert.

Also machste Licht an, stehst auf, holst aus der entferntesten Ecke des Raumes die chemische Keule und setzt dich, auf den nächsten Angriff wartend, wieder aufs Bett.

Nüscht.

Stille.

Nur die Herzdame schlägt die Lider auf, guckt überrascht, wendet sich anteilnahmslos der Dunkelheit zu und schläft weiter.

Die Umgebung penibel mit den Augen abtastend suche ich den Feind.

Immer noch nüscht.

Feigling. Bei Sichtkontakt würde ein kleiner Sprühstoß genügen, doch er/ sie hat sich versteckt und wartet ebenfalls.

Da ich keine Lust auf ein wahrscheinlich bis zum Morgengrauen dauerndes Taktieren mit anschließendem Gemetzel habe, gebe ich nach – schließlich bin ich der Klügere -, verteile noch etwas Aerosol im Raum, ziehe mir die Decke bis über die Nase (*) und schlafe wieder ein.

Am Morgen danach meint die Herzdame nur: Das sah lustig aus gestern Nacht, wie du mit der Sprayflasche im Bett gesessen hast.

Es war aber nicht lustig!

 

(*) Von der Länge der Bettdecke ausgehend vermute ich, dass Portugiesen eine geringere durchschnittliche Körperhöhe aufweisen als der gemeine Mitteleuropäer.

Oder unsere Herbergseltern haben an der falschen Stelle gespart.

Das ist meistens dort, wo die Füße rausgucken.

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der blinde Lack ist abgehoben

Erstellt von duftbaeumchen am 19. Mai 2011

Nein, das sind keine Auswürfe eines jungen Designerteams, das sind Auswirkungen der südlichen Sonne.

Das Armaturen”brett” wölbt sich gen Himmel, die Scheinwerfer erblinden und die Klarlackschicht des Blechkleides verflüchtigt sich.

Nur, weil das Fahrzeug – ein “ganz normaler” Peugeot – tagsüber in der Sonne steht. In der portugiesischen.

Da frage ich mich, wofür die Hersteller Millionen für Vorserientests am Polarkreis und in der Äquatorwüste ausgeben.

Und auch, warum der portugiesische Lackierer von Farben aus Deutschland schwärmt und landeseigene Produkte nicht so gern einsetzt.

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heiße Luft

Erstellt von duftbaeumchen am 18. Mai 2011

Unverschämt.

Da mieten wir extra für teuer Geld einen Kleinstwagen, fahren über siebzig Kilometer zum westlichsten Zippel Europas, um eine immens überteuerte deutsche Bratwurst zu essen, da steht der doofe Hänger (*) nicht mal dort.

Nüscht.

Nur heiße Luft heftiger Wind.

 

(*) Archivbild, 2005

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Sonn-Tag

Erstellt von duftbaeumchen am 15. Mai 2011

Sonn-Tag

So, wie die anderen Tage auch.

Nur noch ruhiger.

Noch.

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Dinner42

Erstellt von duftbaeumchen am 14. Mai 2011

Und es soll keiner behaupten, wir trügen nicht zur wirtschaftlichen Gesundung der portugiesischen Wirtschaft bei.

Leider genügt dies nicht, da der Drang, sich selbst kaputtzumachen stärker ist als unser Solidarbeitrag. Statt durch gleichbleibende oder gar sinkende Preise für Speis und Trank das hungrige Urlaubervolk jeden Abend aufs Neue vom Appartement-Herd wegzulocken, sorgen die mittlerweile unverhältnismäßig großen Zahlen vor dem Eurozeichen eher dafür, dass das hauswirtschaftlich achtsame Hausmännel lieber eine halbe Stunde seiner reichlichen Tagesfreizeit opfert und das köstliches Abendmahl eigenhändig zubereit anstatt “groß auszugehen”.

Für einen Bruchteil des Geldes.

Einen kleinen Nachteil hat die Sache allerdings: Es kümmern sich nicht gleich drei Kellner um das Wohl des Gastes.

Wir hatten sogar unseren eigenen “Kerzenimmerwiederanzünder”.

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