Duftbäumchens Logbuch

Kaum macht man’s richtig, schon funktioniert’s.

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  • Langzeitstudie

  • da mach ich mit...


Archiv für die 'Warenwirtschaft' Kategorie


Balsam nicht nur für die Seele

Erstellt von duftbaeumchen am 8. März 2010

Die Hautärztin meinte vorhin, ich habe für mein fortgeschrittenes Alter und trotz gelegentlicher Solariumbesuche eine sehr schöne, glatte Haut.

Na gugge mal an.
Da scheint die allmorgendliche Q10-Ganzkörperbalsamage wohl doch zu etwas nütze zu sein…


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Kesseldrücker

Erstellt von duftbaeumchen am 21. Februar 2010

Auf “den” oder auf “dem”?

Kesseldrücker

Gesehen am Promotionsstand eines Dampfbügeleisenherstellers
auf der Messe “Haus - Garten - Freizeit”, Leipzig, Februar 2010.

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Stühlerücken

Erstellt von duftbaeumchen am 15. Februar 2010

Mancheiner ist doch auf der Suche nach einem zweiten Standbein. Vielleicht ist der Stuhlbluttest ja auch anderweitig verwendbar? Auch wenn es bereits viele Wahrsager, Kaffeesatzleser und Knochenleger gibt - einer mehr fällt da bestimmt nicht ins Gewicht. Ich könnte mich zum Beispiel als Medium zu den Verstorbenen im Jenseits verdingen. So mit Nebelschwaden, Kerzenflackern und Tischewackeln und so.

Zwar bin ich in okkulten Dingen genausowenig bewandert wie die Dam- und Herrschaften diverser Astro-Shows im Fernsehen, doch könnte ich zumindest vorher prüfen, ob meine Möbel überhaupt für die Mediumtätigkeit geeignet sind. Manch einer ist mit seiner medialen Nebentätigkeit kläglich gescheitert, nur weil er die falschen Arbeitsmittel verwendete.

Der naturwissenschaftlich-biologisch vorgebildete Leser weiß, dass Pflanzen leben, dass insbesondere Bäume Blut in den Adern haben und man deshalb auch vom sogenannten “Baumblut” spricht.

Auch wenn der von mir bereits für andere Zwecke verwendete Test explizit für Stühle entwickelt wurde, sollte er doch auch auf Tische anwendbar sein. Schließlich ist ein Tisch auch nur aus Holz und bloß anders zusammengesetzt als ein Sitzmöbel.

Wenn ich also einen Tisch auf seine spezifischen, insbesondere auf seine okkulten Bluteigenschaften untersuche, dann sollte es mir doch bereits im Wohnwandlandschaftskaufhaus gelingen herauszufinden, ob er für den Zweck des Tischerückens und damit für den Aufbau einer Existenzgrundlage auf Selbständigenbasis überhaupt geeignet ist.

Dummerweise habe ich die drei mir zur kostenfreien Verfügung stehenden Testbriefchen bereits für den Stuhl verplempert.

Manche Dinge merkt man eben erst hinterher. Wenn es zu spät ist.


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Hülsendruck

Erstellt von duftbaeumchen am 24. Januar 2010

Mich würde schon mal interessieren, wer sich derart Blödsinn ausdachte.

Dass Videos und Computerspiele entsprechend der theoretischen Auffassungs- und Verarbeitungsgabe der Konsumenten deklariert und klassifiziert werden, mag (s)eine Berechtigung haben - selbst, wenn sich Zwanzigjährige wie fünfzehn benehmen und manch Achtklässler wesentlich reifer ist als ein Volljähriger.
Es mag auch sein, dass ein Aufkleber inklusive seiner Anbringung ein paar Cent mehr kostet als der maschinelle Druck des Symbols direkt auf das Titelbild.

Aber warum sollen sich die Hülsengestalter eigentlich noch Mühe bei ihrer mehr oder weniger kreativen Arbeit geben, wenn letztlich ein 35 mal 35 Millimeter großes, rundeckiges Quadrat (bei einer Gesamtfläche von 120 mal 120 Millimetern sind das immerhin 8,5 Prozent) das “Kunstwerk” verunstaltet?

Ein geklebtes FSK-Logo kann man zu Hause entfernen; aber so…

Oder ist es der Versuch, die Gestalter durch die normierte Inbeschlagnahme eines penibel definierten Bereichs der Verpackung zu einem extra Schluck Kreativität zu verleiten?

So nach dem Motto: “Gestalte ein Bild, dessen linke untere Ecke so unbedeutend, nichtssagend und schmucklos ist, dass sie unbedingt mit einem FSK-Pinorkel verziert werden muss.”?

Nicht minder albern finde ich, dass es - so scheint mir zumindest - eine deutschlandweite kaufmannsladeninterne Anweisung gibt, die balkencodeverzierten Preisschilder in 97 Prozent der Fälle immer so an der CD/ der DVD zu platzieren, dass entweder InterpretIn/ Titel oder wichtige technische Daten nicht erkennbar sind. Es gab Momente, in denen ich mich zum Kauf des einen oder anderen Ton- bzw. Bildträgers hätte verleiten lassen, wenn ich nur gewusst hätte, um welchen Interpreten/ Film es sich handelte. Der Wille war da, aber ich erkannte kein geeignetes Objekt.

Vielleicht machen die das ja auch extra so, um am Ende des Tages nicht resignierend vor den leergekauften und damit recht schmucklosen Regalen zu stehen.


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Verkabelungsfehler?

Erstellt von duftbaeumchen am 23. Januar 2010

Ja, mir ist klar, dass man von Einzelfällen nicht auf das große Ganze schließen soll. Mir ist auch klar, dass die Unannehmlichkeiten bei der Mitnahme meines Fernsehanschlusses nur Zufall und nicht Ausdruck eines allgemeinen Leidens des Kabelnetzbetreibers - in meinem Fall Kabel Deutschland - war. Bei der Größe dieses Unternehmens können schon mal kleine und an der Gesamtzahl aller Umzüge, Neuan- und Abschaltungen gemessen vernachlässigbare Fehler passieren.

Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann, ist das Benehmen eines im Auftrag ebendieses Kabelnetzbetreibers agierenden Herrn.

Leider betrifft es mich nicht persönlich und ich kann nur wiedergeben, was meine Mutter vorgestern erlebte.

Da hängt also bereits seit geraumer Zeit ein großer Zettel im Hauseingang. Ich darf zitieren:

Mieterinformation zur Fernseh- und Hörfunkprogrammversorgung

Die bevorstehende Digitalisierung des Fernsehnetzes und Ihr
Kabelanschluss für günstige Telefonie und/oder Internet!

Sehr geehrte Mieterinnen und Mieter,

Mit Kabel Deutschland steht Ihnen ein kompetenter Partner zur Verfügung, der Ihnen neben einem qualitativ hochwertigen Fernsehempfang auch ein neues digitales Programmangebot zur Verfügung stellt.

Um das digitale Programmangebot im vollen Umfang nutzen zu können, benötigen Sie einen Digitalreceiver/recorders und eine Smartcard. Beides erhalten Sie bei Ihrem Medienberater. Damit stehen Ihnen sofort über 100 digitale Programme in bester digitaler Bild- und Tonqualität zur Verfügung, sowie zahlreiche Radioprogramme und optional über 30 Pay-TV-Sender.

Ihr Kabelanschluss kann aber noch mehr!

Dieser bietet Ihnen auch einen superschnellen Internetanschluß und das Telefonieren über den Kabelanschluß( nur 9,90 Euro) und das zu sehr attraktiven Preisen.

Im Tarifpaket “Comfort” zum Beispiel kostet ein schneller Internetzugang mit 32 Mbit/s und einer Flatrate für unbegrenztes Surfen in Kombination mit einem Telefonanschluss ebenfalls inklusive Flatrate und zwei parallelen Leitungen zur Zeit nur 22,90 Euro pro Monat.

Eine Beratung zu allen Nutzungsmöglichkeiten erhalten Sie bei Ihrem Medienberater,

Tobias Rxxx

der sich durch einen Kabel Deutschland-Ausweis legitimieren wird.

Am 21.1.2010 in der Zeit von 13 bis 15 Uhr (17 bis 19 Uhr) [Datum und Uhrzeiten handschriftlich eingetragen, d.A.]

wird Sie Herr Rxxx. persönlich kontaktieren und erledigt für Sie alle Anmeldeformalitäten. Natürlich können Sie auch unter der Telefonnummer 01XX/XXXXXXX einen persönlichen Beratungstermin vereinbaren.” (1)

Soweit, so gut.

Zu viele Informationen, um als normalsterblicher, im regulären Ruhestand befindlicher Fernsehzuschauer die Tragweite des “Angebotes” zu erfassen. Für mich “klingt” der Aushang sogar so, als ob die “bevorstehende Digitalisierung des Fernsehnetzes” obligatorisch - also nicht wahlfrei - mit einer Digitalisierung der Empfangsgeräte verbunden wäre. Den Hinweis, dass ebendiese Umstellung mit höheren Monatskosten einhergeht, kann ich auch bei mehrmaligem Lesen nicht erkennen.

Muss ja auch nicht, Herr Rxxx nimmt uns doch Arbeit und Lauferei ab. Er macht das schon richtig.

Er ist einer der Guten; geprägt von Nächstenliebe und Uneigennutz.

Auf Nachfrage bestätigte mir meine Haupterzieherin im Vorfeld des Termins, dass sie zufrieden mit dem bisherigen, analogen Fernsehangebot ist und auch nicht vorhat, ihren Telefon- und Internetanbieter zu wechseln. Ich riet ihr also, die hilfreiche Unterstützung des Medienberaters nicht in Anspruch zu nehmen und die “Überprüfung des Fernsehanschlusses” [Nachtigall ick hör dir trapsen. d.A.], wie es ein zweiter, kleinerer Zettel am Hausinformationsbrett bekanntgab, nicht durchführen zu lassen.

Muttern, im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte, ist da auch nicht zimperlich und wimmelt ab.

Als der Berater vorgestern “von unten” klingelt und um Einlass ins Haus bittet, wehrt sie ab. Selbst auf seinen Einwand hin, dass wäre mit der Hausverwaltung so abgestimmt, lässt sie sich nicht erweichen.

Und dann kommt’s: In die mittlerweile minutenlange und seinerseits aggressiver werdende Wechselsprech-Diskussion streut er erbost den Satz ein:

Dann gehören Sie wohl auch zu den wenigen Bornierten.

Genau so wird es sein, Herr Rxxx. Eine(r) muss es ja sein.

 

Werter Herr Rxxx, vielleicht war es Gram über ein schlechtes Mittagessen, vielleicht hatten Sie Ihr Tagesumsatzsoll noch nicht erreicht, vielleicht war Ihnen auch nur kalt. Mir ist auch nicht bekannt, wie die Laus heißt, die Ihnen da vorgestern durch die Leber gekrochen ist.

Ich gehe jedoch davon aus, dass gerade Sie wissen, was das Wort borniert bedeutet.

Denn unbelehrbar, engstirnig, ignorant und uneinsichtig sind auch die Menschen, die andere Meinungen und Lebensauffassungen nicht akzeptieren.

Schade, dass man bei der Fernsehversorgung manchmal keine praktikablen Alternativen hat und an einen Anbieter gebunden ist.

Kabel Deutschland (deren Repräsentant Sie in diesem Fall sind)?

Nein, Danke.

 

(1) Hervorhebungen, Rechtschreibfehler und Drucksatz originalgetreu übernommen (schließlich ist es ein Zitat).


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Schüsselerlebnis

Erstellt von duftbaeumchen am 12. Januar 2010

Normalerweise - und ich kenne das aus eigener Erfahrung - sitzt man doch nur mehr oder weniger gelangweilt aufm Klo. Mal ‘ne Zeitschrift, mal ein Rätsel, nebenbei dudelt das Radio. Ansonsten Müßiggang.

Also vielmehr Müßigsitz.

Am Wochenende entdeckte ich dann diese in der Art simple und doch gleichsam innovative Erfindung.

Wenn man sie geschickt zu nutzen weiß.

Rhythmischer Pressdruck während der Sitzung unterstützt zwar den Bauch, eindrucksvolle Muskeln zu erzeugen, aber was ist mit den anderen Extremitäten? Die Beine helfen zumindest, sicher auf dem Boden der Tatasachen zu bleiben, die Arme jedoch baumeln entweder nutzlos in der Gegend herum oder halten nur Lektüre bzw. Klopapier.

Das kann doch nicht alles sein.

Und da kommt die Erfindung ins Spiel.

Dieses unscheinbare Gestell verleiht dem Begriff heimische Wellnessoase eine erweiterte Bedeutung - das Badezimmer übernimmt zusätzlich die Funktion eines Fitnessstudios. Während der “keramischen Klausurtagung” tut man nicht nur Gutes für das innere Wohlbefinden, nein, auch die Modellierung des Erscheinungsbildes des Oberkörpers kommt nicht zu kurz.

Schon mal was vom gemeinen Beugestütz gehört?

Siehste.

Das langsame Anheben und Absenken des Körpers stählt nicht nur die Armmuskeln, auch Brust und Schultern werden aktiv in den Körperbildungsprozess einbezogen.

Und damit nicht genug. Wenn man bei gestreckten Armen nun gleichzeitig die Knie anzieht, flutscht der Darminhalt besonders gut in die Schüssel.

Dann bedarf es nur noch eines geeigneten Spritzschutzes.

Ich guck noch mal im Katalog…


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das wird alles abgebucht…

Erstellt von duftbaeumchen am 11. Januar 2010

Eine Finallösung scheint gefunden. Wie die Kreditinstitute verlautbaren, soll die bargeldlose Bezahlerei wohl wieder problemlos möglich sein. Nun müssen die ec/ Maestro-Karten nur noch fit fürs Ausland gemacht werden.

Die EMV-Chips werden umprogrammiert. Anfänglich mit speziellen Geräten in den Filialen, danach sogar direkt am Bankomat.

Das wird dann folgendermaßen ablaufen:

An den blechernen Geldgebern werden direkt über dem Kartenschlitz kleine Aufsätze montiert und die vorhandene Tastatur mit einer zweiten, fast unsichtbaren, aber dafür mit wesentlich umfangreicheren Leistungsmerkmalen vollgestopften überklebt ergänzt. Die Bedienprozedur bleibt vorerst, wie sie ist.

Wundern Sie sich bitte nicht, wenn mehrmals am Tag Mitarbeiter einer kostengünstigen Fremdfirma direkt am Gerät den ordnungsgemäßen Sitz dieser Zusatzmodule überprüfen. Die Erfahrung zeigt, dass Bastler und gelernte DDR-Bürger gerne jede Gelegenheit nutzen, um preiswert an Material zu kommen. Desweiteren wurden aus Gründen der Geheimhaltung für diese Arbeiten extra ausländische Arbeitskräfte mit nur marginalen Deutschkenntnissen verpflichtet. Es hat also keinen Zweck, diese nach dem Grund ihrer scheinbaren Manipulationen am Automaten zu fragen. Sie können Ihnen nicht antworten - es sei denn, Sie sprechen eine/ mehrere südosteuropäische Fremdsprache/n. Außerdem dürfen Sie ruhigen Gewissens davon ausgehen, dass diese Mitarbeiter sorgfältig und unter Beachtung höchster Sicherheitsstandards ausgewählt wurden und genau wissen, was sie tun.

Falls die Geldautomaten also demnächst etwas anders aussehen, als Sie es gewohnt sind, machen Sie sich nichts draus. Denken Sie immer daran: Für die Sicherheit unseres Geldes ist den Banken kein Aufwand zu hoch.


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