Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für die 'Warenwirtschaft' Kategorie

zwei hammer noch …

Erstellt von duftbaeumchen am 17. Januar 2012

… allerdings nicht hier vor Ort, sondern in Nürnberg.

Stöpselgasse
(Bild: J.B., 14.01.2012)

Die “Drei Damen vom Grill” (habsch früher ooch gerne geguggd) bedienten sich bereits, bevor der große Regen niederging und für die beiden übrig gebliebenen Ersatzteile finden sich bestimmt auch noch Abnehmer. Im doppelten Sinn des Wortes.

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unterirdisch

Erstellt von duftbaeumchen am 15. Januar 2012

Du bist ein Arschloch!“, schallte es fremdländisch akzentuiert laut durch den Raum – durch den Gastraum, in dem wir erst wenige Minuten zuvor einen Platz zugewiesen bekamen.

Wilde Worte wechselten weiterhin die Besitzer; eine der zahlreichen “Kundenbetreuerinnen” stritt sich lautstark mit einem der Köche/ Pizzabäcker. Worum es genau ging, war nicht zu ergründen. Die Worte “Pizza” und “alleine fressen” ließen jedoch darauf schließen, dass es sich mutmaßlich um eine der hausgemachten Speisen drehen musste.

Wir wussten es nicht genau, freuten uns aber trotzdem, diesem Schauspiel beiwohnen zu dürfen.

Zumal der Start unserer Soirée schon nicht optimal verlaufen war. Als wir nämlich die Lokalität betraten und uns bis zum Tresen gekämpft hatten, interessierte sich von den dort anwesenden Restaurantfachfrauen (zirka sechs/ sieben ins gruppendynamische Einzelgespräch vertiefte junge Dinger) keine für uns. Wir standen und warteten; man will sich ja auch nicht unnötig aufdrängen.

Als ich schon ansetzen wollte mit der loriotschen Frage (1): “…, dürfen wir IHNEN vielleicht etwas bringen?!”, riss sich dann doch eine Angestellte aus dem wissenschaftlichen Fachdiskurs und nahm sich unser an.

Der Name als Unternehmensleitsatz?

“La Grotta” in der Leipziger Ratsfreischulstraße wurde dem gerecht.

Wir besuchten bereits mehrmals das mit der Pizzeria räumlich und organisatorisch verbundene Restaurant nebenan und die Vergangenheit gab keinen Anlass zur Klage; die Art der Gastbetreuung dürfte demnach nicht großartig anders sein. So hofften wir. Doch gestern sah es der Dienstplan wohl vor, dass sich diejenigen Mitarbeiter versammelten, die ihren sogenannten “schlechten Tag” hatten.

Auch wenn das Essen selbst vorzüglich mundete (davon abgesehen, dass die wagenradgroßen Pizzen nur mit Mühe in den Wanst einer normalgewichtigen Einzelperson passen), der Dienst drumrum (die schauspielerische Einlage zu Beginn außer Acht lassend) entsprach voll dem Namen, der über der Eingangstür prangt: Grottig.
Die Einnahme der Speisen an sich nahm den geringsten Teil der zweieinhalb Stunden dauernden Veranstaltung ein. Es schien so, als ob sich die Bedienung mehr um die tausend kleinen Dinge des Lebens kümmerte als um uns – um die Menschen, die für die Bereitstellung der Arbeitsentgelte am Monatsende erforderlich sind.

Und für die Lohnzusatzleistungen. Aber die Gehälter sind da wahrscheinlich derart hoch, dass für Trinkgelder kein Bedarf besteht.

Naja, muss auch nicht.

Es hätte wahrscheinlich vor Kassenabschluss niemand bemerkt, wenn wir ohne Begleichen der Rechnung von dannen gezogen wären.

 

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1 zu sehen in Loriots Meisterwerk “Pappa ante portas

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vor Schreck in die Dose gemacht

Erstellt von duftbaeumchen am 14. Januar 2012

Marderbarriere

Und wenn der “Abwehrduft” nicht wirken sollte, so bastle man sich einfach eine hohe Mauer aus den Dosen und hoffe, dass der Marder a) des Lesens mächtig ist, b) nicht drumrumläuft und c) vor Schreck wieder nach Hause trottet.

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Penner-Scanner

Erstellt von duftbaeumchen am 8. Januar 2012

… oder: Die elektrische Kollekte.

Wie ihr alle bereits wisst, beabsichtigen die Sparkassen, ein neues Verfahren zum bargeldlosen Bezahlen der “kleinen Dinge des täglichen Bedarfs” einzuführen. Nennt sich NFC-Payment.

Dafür wird auf die bekannten EC-/ Giro-Karten mit einem Nahfeldkommuniktionsschaltkreis (NFC-Chip) ein winziges Bauteil aufgelötet, welches einen berührungslosen Datenaustausch mit der Kassierfachkraft ermöglicht.

Und nicht nur mit der, auch im Gedränge eines überfüllten öffentlichen Nahverkehrsmittels lassen sich so erkleckliche Kleinbeträge aus den in den Arsch- und Handtaschen der unbeabsichtigt miteinander Kuschelnden ins eigene elektrische Sparschwein umbuchen.

Ohne PIN, ohne Unterschrift. Belegloser Bargeldtransfer.

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andere Zeitrechnung

Erstellt von duftbaeumchen am 28. Dezember 2011

Derzeit geistert mal wieder ein Begriff durch die Tagesnachrichten, der – so hört man vielerorts – nach wie vor ein Mysterium zu sein scheint.

Mindesthaltbarkeitsdatum

Nur, so frage ich die Welt: Welcher Teil des Wortes ist unklar?

Wer bzw. was bringt Otto Normalverbraucher dazu, Mindesthaltbarkeit mit Ende der Genießbarkeit zu verwechseln?

Ein Stoff ist mindestens haltbar bis … MINDESTENS!
Das bedeutet zum Beispiel, dass sich der Joghurt (gern als Exempel herangezogen) auch länger bester Gesundheit erfreuen kann, was er meistens auch tut.

Und warum ist das so?

Weil er nicht durch Aluminium gucken kann.

Pfiffigerweise verschließen die Joghurt-Erbauer nämlich ihre Plastebecher mit blickdichten Metalldeckeln und hindern damit das innenwohnende Milchprodukt, Notiz vom außen aufgedruckten Datum zu erhalten. Erschwerend kommt für den Joghurt hinzu, dass er infolge ständiger Dunkelheit in der Behausung sein Zeitgefühl verliert und schon deshalb nicht weiß, wann er sein Ende selbst einleiten soll.

Also noch mal zum Mitmeißeln: Selbst wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum ein Verfallsdatum wäre, der Joghurt würde es nicht wissen und kann sich also auch nicht dementsprechend verhalten.

Der Joghurt wird schlecht, wenn er schlecht wird und nicht, wenn es der Hersteller festlegt.

Egal, was oben draufsteht.

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ohne Reißleine

Erstellt von duftbaeumchen am 24. Dezember 2011

Heute fiel mir bei Recherchen zu einem Artikel für das Fachorgan des Erfinderstammtischs etwas auf.

Frage an die männlichen Leser: Habt ihr schon mal versucht, die Verpackung eines Schneckenstöpsels (in gewöhnlich ungewöhnlich gut informierten Kreisen auch Tampon genannt) zu öffnen?

Ich tat es heute.

Die Situation erinnerte mich an eine Szene eines “Olsenbanden”-Filmes, in der einer der Protagonisten auf einem Flughafen versuchte, ein in Kunststofffolie eingeschweißtes Wurstbrot1 zu öffnen. Kjeld Jensen kämpfte bis kurz vor den Herzkasper und war dem Wahnsinn nahe.

Geht nur mit Spezialwerkzeug! Es fehlt die Reißleine!

Bei den Tampons ging es mir ähnlich. Man(n) hat den Inhalt klar vor Augen und kommt trotzdem nicht ran.

Somit ist mir auch klar, warum Frauen immer so ‘ne große WerkzeugHandtasche bei sich führen.

 

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1 Es könnte auch ein Käsebrot gewesen sein; die Zeit lässt derart Erinnerungen rasch verblassen.

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einzeln ausgezeichnet

Erstellt von duftbaeumchen am 22. Dezember 2011

Nachdem ich die Kassentante zaghaft und fast flüsternd frug, ab das an jedem Fußkleid angeheftete Preisschild für den Schuh an sich gilt oder für das Paar als Ganzes, wandte sie sich leicht verstört und unsicher an die Herzdame:

Meint er das jetzt ernst?

Freundlicherweise berechnete sie mir den Preis nur für den rechten Schuh und packte den anderen als Weihnachtsbonbon kostenfrei mit in die Tüte.

Als Dank meinerseits durfte sie den Pappkarton behalten.

Ein gutes Geschäft.

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scharfe Sache

Erstellt von duftbaeumchen am 25. November 2011

Ohne das wachsame Holzauge der Herzdame hätte ich das gar nicht erst wahrgenommen:

Habt ihr schon mal ‘ne Senftube vor dem Gebrauch geschüttelt?

Also wenn überhaupt, dann drehe ich doch vorher den Verschluss ab, damit sich der Inhalt auch ordentlich im Raum verteilen kann.

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gut beraten

Erstellt von duftbaeumchen am 18. November 2011

Falls Du, werte Leserin/ werter Leser, mal in die Verlegenheit kommen solltest, wegen der Umstellung des Online-Banking-Verfahrens Deiner Hausbank einen Informations-/ Beratungstermin von Mensch zu Mensch zu vereinbaren, dann bereite Dich gut darauf vor.

Es könnte nämlich sein, dass DU dem Bank”berater” (“… dass es bei HBCI mehrere Sicherheitsstufen gibt, höre ich heute zum ersten Mal …”) erklären musst, dass beispielsweise HBCI-Kartenlesegeräte in diversen Sicherheitsstufen erhältlich sind und worin die Unterschiede bestehen.

 

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abgelegte Schuhe

Erstellt von duftbaeumchen am 16. November 2011

(mit ‘nem Rest Minimensch dran)

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