Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für die 'Warenwirtschaft' Kategorie

shit happens – Scheiße passiert

Erstellt von duftbaeumchen am 20. Juli 2013

Da die auch in diesem Jahr auf dem Balkon angebauten diversen Feldfrüchte üppig gedeihen sollen, muss ich mich um das leibliche Wohl der Sprießlinge kümmern. Deshalb nahm ich vorhin zum gemeinsamen samstäglichen Morgenwaldlauf „voraussichtlich“ ein Tütchen und Gummihandschuhe mit.

Die Herzdame guckte schon komisch.

Der Kleingärtner von Welt weiß es, euch gemeinen Mitlesern teile ich gerne mit: Für einen ausgeprägten Geschmack genügt es nicht, die Pflanzen nur regelmäßig zu gießen, nein, auch der artbezogenen Nährstoffzufuhr gebührt besondere Beachtung.

Und so bastle ich immer wieder gern einen Trunk aus vergorenen Tomatenblättern – städtische Balkongäste wissen das leider nicht zu schätzen und sagen, es stänke ordinär nach Jauche.

Alles Quatsch – alles Natur!

Für die sich augenscheinlich gut entwickelnden Gurken durfte es heute etwas ganz besonderes sein – Pferdekacke.

In der Plattenbausiedlung sehr schwer zu bekommen, in der durchwachsenen Großstadt mit Pferdeanbau kein Problem. Entweder du gehst zum Pferdehof oder joggst eben durch den angrenzenden Wald.

Zwei Minuten in die Luft geguckt – zack, schon biste reingelatscht.

Mist ist Mist, wenn er an der Sohle ist.
Schaust du fein, kommt er in die Tüte rein.

Und die Herzdame steht daneben und guckt wieder komisch.

Was sie nur wieder hat? Das Gemüse soll doch auch nach was schmecken!

Und wenn’s der Geschmack von Pferdekacke ist. Besser als nüscht.

 

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Abschalter

Erstellt von duftbaeumchen am 17. Juli 2013

Ursprünglich wollte ich der „Sache“ keine weltöffentliche Bühne zimmern, ihre Entwicklung veranlasst mich nun aber doch dazu.

Mitte Juni erhielt die Herzdame einen Brief von Kabel Deutschland (nachfolgend als KD bezeichnet).

Diesmal keine Werbung für Heispied-Internet mit Teflonbeschichtung und Fernguck, denn die untersagten wir bereits vor Monaten. Der Brief teilte vielmehr mit, dass der Herzdame Kabelanschluss in Bälde wegen Unbenutzung abgeschaltet werden würde.

Na gugge ma an.

Dabei ist die Herzdame nicht mal Kabel-Deutschland-Kunde.

Da ich um die Unzulänglichkeiten des Kundenmänädschments weiß (siehe hier und hier) und um Klarheit in die neblige Angelegenheit zu bringen, rief ich also am 20. Juni 2013 bei KD an. Sicherheitshalber.

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verschobener Blackout

Erstellt von duftbaeumchen am 16. Juni 2013

Nun ist es wohl soweit. Ich werde senil; das Alter zeigt mir eine weitere seiner grässlichen Fratzen.

Ich überlegte eine Weile, ob ich dem Tagebuch diese Begebenheit anvertrauen soll, weil es mir so peinlich ist. Da ich jedoch weiß, dass dieses virtuelle Büchlein seine Geheimnisse für sich behält, schreibe ich es hinein.

Doch der Reihe nach.

Freitags beim Kaufmann des Vertrauens. Manch einer wird es bereits wissen: Ich bin kein Wagen-von-Regal-zu-Regal-vor-sich-her-Schieber. Vielmehr suche ich im Meer der feilgebotenen Waren kleine Inseln, auf denen ich das Schiebewägelchen parken kann und verströme mich von dort aus sternförmig zu den Destinationen meines Begehrs.

Soweit, so gut.

Der Korb ist mittlerweile gut gefüllt – ich begebe mich zur Kasse.

Ein noch langer Weg.

Selbiger führt mich unter anderem durch die Haushaltwarenabteilung. Im Vorbeigehen fallen mir Vorratsbehältnisse in den rechten Augenwinkel (also sinnbildlich gesehen), die meinen Gang stoppen lassen. Nun kennen wir Zeitgenossen, die in dieser Situation abruppt die Fahrt unterbrechen und das Einkaufsbehältnis spontan und mitten im Gang stehen lassen.

Wer auffährt trägt die Schuld.

Zu denen gehöre ich nicht – ich parke vorschriftsmäßig in einer unbefahrenen Seitengasse. Direkt neben den Fahrrädern.

Nachdem ich diverse Schachteln und Dosen begutachtete, ziehe ich weiter.

Bis zum Sportbereich.

Ich parke abermals am Rand, um nach links auszuscheren und mich zwischen den Schuhregalen zu verlustieren.

Nichts dabei für mich.

Als ich zum Wägelchen zurückkomme denke ich so: Blumen? Wer legte mir denn da Blumen ins Behältnis?

Wobei …?!

Das ist doch gar nicht mein Wagen!

Da hat sich wohl jemand vertan und selbigen verwechselt. Oder will mir jemand einen Streich spielen? Ich halte nach versteckten Kameras Ausschau, kann jedoch nichts entdecken.

Die Zeit ist noch frisch, soweit weg kann der Übeltäter noch nicht sein.

Zügigen Schrittes durchstreife ich die angrenzenden Gänge, beobachte den naheliegenden Kassenbereich – nichts. Meine noch nicht bezahlten Einkäufe sind weg.

Andere Richtung, zurück zum Gemüse. Irgendwo muss er stecken, schließlich kann sich Materie nicht spurlos auslösen.

Doch auch zwischen Süßwaren, Tütensuppen und dergleichen mehr versteckt er sich nicht.

Gut, dann muss ich nochmal in der Sportabteilung gucken.

Also wieder retour. Konserven, Haushaltswaren, Fahrräder.

Fahrräder?

Oh. Wer hat denn den da hingestellt?

 

Mich verstohlen umsehend begebe ich mich zügig zur Kasse.

Den Blumenwagen am Wegesrand in der Sportabteilung ignoriere ich und hoffe, dass ihn sein Besitzer findet, bevor das Grünzeug verwelkt ist.

Und ich weiß nicht mal, an welcher Stelle meines Einkaufs der mir zwischen die Finger geriet.

 

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50 Cent für ein Event

Erstellt von duftbaeumchen am 12. Juni 2013

„Zweimal Pullern, bitte.“

Dann gibste ’nen Euro hin und bekommst Einlass.

Bläuliches Licht umspült das Porzellan. Du stehst mit dem Pullermann in der Hand am Urinal, guckst die Wand an und lauschst, wie das Abwasser plätschert.

„Holla, hier bekommt man ja richtig was geboten fürs Geld.“, denke ich plötzlich, denn das Plätschern wird kunstvoll ergänzt durch über Lautsprecher eingespüieltes Vogelgezwitscher.

Wasserlassen, Händewaschen und Natur aus der Konserve. Alles für kleines Geld.

Beim Verlassen des Etablissements schlug ich der Fachkraft vor, die Vogelstimmen mit kurzen Erklärungen der zu Gehör gebrachten Arten zu untermalen. So verplempert Mann nicht unnütz Lebenszeit und lernt noch was dabei.

Mein Vorschlag wurde wohlwollend aufgenommen, jedoch kamen Bedenken auf, ob dann der Preis für die menschliche Abfallentsorgung noch zu halten sei.

Am Waldduft muss ebenfalls noch gearbeitet werden; der glitt haarscharf am Geruch eines gewöhnlichen Pippi-Häuschens vorbei.

Die Industrie hält bekanntlich allerlei Nasenschmäckerchen bereit – aber auch die kosten Geld.

Irgendwann wird wohl der Gang zum öffentlichen Klo unbezahlbar.

 

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heißer Spott

Erstellt von duftbaeumchen am 29. Mai 2013

Ursprünglich ging ich davon aus, die UMTS-/ 3G-Abdeckung des Telekom-Mobilfunknetzes wäre nur auf der Strecke von Leipzig nach Berlin (und auch zurück) miserabel bis nicht vorhanden.

Doch selbst wenn man weiter bis in den Westen nach Hamburg fährt, ändert sich die Situation nicht. Löblich, dass die Schnellzüge mittlerweile mit T-Hot-Spots ausgerüstet sind; wenn diese aber auch nur auf die an der Strecke spärlich aufgebauten Funkmasten zugreifen, nützt das dem Reisenden wenig.

Mittlerweile bin ich sogar der Meinung, der Netzausbauplan ist nur ein Malen-nach-Zahlen-Bild eines telekomischen Praktikanten.

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Finde dem Fehler

Erstellt von duftbaeumchen am 16. Mai 2013

LVZ, 16.05.2013

Na, Frau Sabine Schanzmann-Wey, während des Grammatikunterrichts waren Sie wohl Kreide holen?

 

Quelle: LVZ-Online, 16.05.2013, 19:57 Uhr

[Edit: Mittlerweile (23:52 Uhr) gibt es eine Korrektur der Artikelüberschrift. Auch von 19:57 Uhr.]

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voreilige Flitzebits

Erstellt von duftbaeumchen am 23. April 2013

Man glaubt es kaum.

Jetzt rufen die Telekomiker wegen meines Heimanschlusses sogar schon bei mir auf Arbeit an. Ich weiß gar nicht, woher die die Rufnummer haben.

Nur um mitzuteilen, dass die Umschaltung auf VDSL50 erfolgreich durchgeführt wurde.

Dreieinhalb  Stunden vor dem angegebenen Zeitpunkt. (*)

Und nun kommt der Knaller: ES FUNKTIONIERT! Einfach so.

Das lag bestimmt daran, dass ich als Großaktionär bevorzugt und mit besonderer Anteilnahme behandelt werde.

 

(*) Dass mein ursprünglich per Internet ausgelöster Auftrag gar nicht erst im telekomischen Kundenverwaltungssystem ankam und ich erst nach einem persönlichen Gespräch mit der Heißen-Leine-Frau auf die Tarifwechselliste gesetzt wurde, möchte ich an dieser Stelle nicht negativ hervorheben.

Meine Freude ob der problemlosen Umschaltung ist zu groß.

 

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rumgeeiert

Erstellt von duftbaeumchen am 21. Februar 2013

Jaja, auch nach Jahren der Gemeinsamkeit lernt mann noch dazu …

Als Alternativen standen zur Wahl: gebackener Camembert oder Spiegelei.

„Und was willst du nun heute Abend kochen?“, fragte ich sie.

Auch wenn ich meist der hausmänneliche Küchen- und Kochverantwortliche bin, schob ich gestern die Verantwortung für das Nachtmahl in ihre Richtung.

Sie druckste herum. Es wäre ihr egal. Aus Gründen der Bequemlichkeit favorisierte sie jedoch den Backofenkäse, mir wiederum war eher nach Butterbemme mit Spiegel- oder Rührei.

Ein Dilemma sondersgleichen.
Es stellte sich jedoch alsbald heraus: Die vermeintliche Bequemlichkeit war nur vorgeschoben. Es war ihr sogar peinlich, die wahren Beweggründe preiszugeben.

„Ich habe noch nie Spiegeleier gebraten.“

Na gugge ma an. Wie konnte diese Frau mehr als dreißig Jahre überleben, ohne je selbst ein Spiegelei bereitet zu haben? Theoretisches Wissen wäre wohl vorhanden, musste im vergangenen Vierteljahrhundert aber noch nie zum Einsatz gebracht werden.

Also frisch aufgespielt. In dieser Situation nahm ich das Kochlöffelzepter in die Hand und – nein stellte mich nicht selbst an den Herd – stellte mein Fachwissen uneigennützig und kostenfrei der Jugend zur Verfügung.

Hilfe zur Selbsthilfe.

Um diesen Bericht nicht mit unnötiger Dramatik zu würzen, verschweige ich an dieser Stelle, dass die Art, wie sie die Eier aufschlug, mir Tränen in die Augen trieb. Auch meinen Hinweis, die Pfanne vor dem Bratvorgang mit ausreichend Wärme zu versorgen, möchte ich hier nicht erwähnen. Ich schreibe diese Unsicherheiten und Versäumnisse ihrer „Aufregung vor dem ersten Mal“ zu.

Wiedemauchsei: Ein Tip hier, etwas Gewürz da – voilà …

… der Herzdame erstes eigenhändig zubereitetes Spiegelei.

Ich darf festhalten: Fein gemacht.

Nun gilt es, das Gelernte zu festigen und auszubauen. Üben, üben, üben.

Ich lehn‘ mich schon mal entspannt zurück und warte auf das Abendessen …

 

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heißer Fahr-Stuhl

Erstellt von duftbaeumchen am 12. Februar 2013

Pro-Tip vom Hausmännel: Die auf maximale Leistung eingeschaltete Beifahrersitzheizung im Kraftfahrzeug eignet sich vorzüglich zum Warmhalten des Döners/ des Chinamann-Menüs auf dem Heimweg.

 

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aufgeschnitten und übergekocht

Erstellt von duftbaeumchen am 23. Dezember 2012

Die Koniferen auf dem Gebiet der Kochkunst heißen nicht Rach, Schuhbeck oder Jamie Oliver, auch Paul Bocuse war nur ein mittelmäßiger Tütensuppenaufreißer.

Nein, der größte Fachmann an Topf und Herd ist mein Vater.
Aus den unzähligen Kochsendungen, die sich wöchentlich durch die televisionäre Mattscheibe ins heimische Herrenzimmer ergießen und fleißig konsumiert werden, schöpft er sein immenses kulinarisches Wissen. Er weiß genau, wie man die Gerichte richtig zubereitet, wie die Weihnachtsgans saftig, die Forelle wohlschmeckend und der Schweinebraten besonders zart wird und lässt uns allwöchentlich an seinem stets abrufbereiten Wissen teilhaben.

Nur selbst kochen will er nicht, das überlässt er gerne seinem Eheweib.

Vermutlich aus Angst, im realen Leben zu versagen.

 

PS: Wir – die übrige Familie – fragen uns mittlerweile, wie er die letzten 47 Jahre überhaupt überleben konnte, wo es doch an Mutters Essen immer etwas zu bemängeln gibt.

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