Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für die 'Warenwirtschaft' Kategorie

gehobene Fahr-Zeuge

Erstellt von duftbaeumchen am 7. März 2012

Nun rate doch mal, in welcher Publikation diese Werbe-Doppelseite enthalten ist.
Falls Du es nicht richtig erkennen kannst (Klicke auf das kleine Bild.): Hier werden ausschließlich Treppenlifte und elektrische Gehhilfen angepriesen.


Und damit Du Dich gedanklich nicht verrennst, gebe ich noch einen Hinweis: Es ist nicht die Apotheken-Rundschau.

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Bürstenmassage

Erstellt von duftbaeumchen am 3. März 2012

Autos werden extra so gebaut, dass sie in der Waschanlage gar nicht richtig sauber werden können. Selbst wenn sie wollten.

Ich schlage deshalb vor, zur Urform des komfortablen Fortbewegungsmittels zurückzukehren: Zum Quader mit vier Rädern dran.

Aber ohne Räder. Die behindern den Reinigungsvorgang nur unnötig.

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um Antwort wird gebeten

Erstellt von duftbaeumchen am 2. März 2012

Vor knapp vierzehn Tagen fragte ich bei meiner Krankenkasse an, auf welcher gesetzlichen Grundlage sie von mir ein Passbild für die neue Gesundheitskarte verlangt. Zwei Tage später erhielt ich eine Posteingangsbestätigung mit dem Hinweis: „Wir werden Ihre Fragen in den nächsten Tagen ausführlich beantworten.“

An der Antwort wird immer noch gefeilt. Andererseits: Im Rahmen der Erdgeschichte kann sich „in den nächsten Tagen“ auch mal ein paar Jahre hinziehen.

Wiedemauchsei – ich bin mir mittlerweile unsicher, ob mein dreistes Vorgehen richtig war. Die ungewöhnlich lange Bearbeitungsdauer lässt mich vermuten, dass ich eine Maschinerie in Gang gesetzt habe, die dutzende sich um das Wohl der Kranken kümmernde Kassenangestellte nebst einer Schar gewiefter Anwälte von ihrer eigentlichen Arbeit abhält.

Das wollte ich nicht!

Vielleicht ist der Grund für die Verzögerung aber auch ein ganz banaler: Die/ der Bearbeiter(in) ist krank geworden.

Ich bleibe gespannt.

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Jaaaa, er lebt noch

Erstellt von duftbaeumchen am 18. Februar 2012

Werte Verwandten,

vorher

tja, hättet Ihr gleich den Fachmann gefragt, wären Euch ungeplante Zusatzausgaben für ein Ersatzgerät erspart geblieben.

Der technisch interessierte Laie sieht sofort, was hier gespielt wird. Nämlich nichts mehr. Der HDR3800 stellte sich tot.
Es sieht aus wie ein kleiner Fliegenschiss, isses aber nicht – Fliegen haben nämlich keinen Zutrittflug zu diesem hochsensiblen, mit Elektronik vollgestopften Bereich der Fernsehunterhaltung.
Der Elko lüpfte leicht sein Mützchen und erbrach sich kaum erkennbar.

nachher

Wie heißt es doch so weitsichtig: „Junge, lern‘ was Ordentliches!“. Und weil der Junge in der Schule fein aufpasste, konnte er sein Wissen auch nach vielen Jahren noch anwenden. Mit geschickten Fingern, etwas Hitze, Lötzinn und einem Materialeinsatz von Nulleuroeinundneunzig brachte er in kurzer Zeit das Herz des Festplattenrecorders wieder zum Schlagen. Der neue Elektrolytkondensator passt zwar nicht an den vom Hersteller absichtlich eng bemessenen Platz (ein parametergleiches Ersatzteil war beim Handelsmann gerade nicht vorrätig), als gelernter DDR-Bürger weiß er sich jedoch zu helfen – ’ne Nummer größer tut’s auch; fix die Beine verlängert und im Freiraum schwebend abgelegt.

Nun muss er nur noch verhandeln, was mit dem reanimierten, aber bereits abgeschriebenen Gerät passieren soll. Alter und technisch-ideelen Verschleiß einbeziehend kann er für die Reparatur bestimmt noch hundertfünfzig Euri verlangen.

Mindestens.

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Luftnummer

Erstellt von duftbaeumchen am 5. Februar 2012

Früher, zur „guten, alten“ DDR-Zeit gab es Ähnliches auch schon mal. Da wurde die Margarine mit Wasser angereichert, um eine gute Streichfähigkeit zu erreichen.

Und Rohstoffe zu sparen.

Beim Auftragen kam der Butterersatz deutlich erkennbar ins Schwitzen und die wässrigen Transpiratperlen kullerten lustig auf der fettbenetzten Brotunterlage herum.

Das mit der Streichfähigkeit ist ja nun mittlerweile ausgeknobelt – mehr Wasser geht nicht rein. Nun rückt das Sparen wieder in den Vordergrund.

Preiserhöhungen sind aufgrund des Marktdrucks problematisch. Ergo: Man muss sich etwas einfallen lassen, dem Konsumenten unbemerkt mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.

Modifizierte Packungsgrößen, um weniger Inhalt zu kaschieren, wurden in jüngster Vergangenheit an anderen Stellen hinreichend besprochen. Bei den seit Jahren eingeführten Standardbrotaufstrichen in der 250- bzw. 500-Gramm-Packung sehe ich da auch keinen Spielraum. Selbst die minimale Verringerung der Füllmenge würde sofort auffallen und den Käufer zur Konkurrenz treiben.

À propos … Habt ihr zu Hause schon mal nachgewogen?

Also schrauben wir an der Substanz: Um den bisher betriebenen Forschungsaufwand nicht weiter und unnötig aufzublähen, pumpt man einfach etwas Luft in die Masse. Zweimal umrühren, fertig. Die Leute von Milka haben es vor geraumer Zeit mit der Luftschokolade vorgemacht.

É voila: Mit einer pfiffigen Idee abkassiert. Ich bezahle den gleichen Preis für absolut weniger Margarine und benötige dafür etwas mehr Aufstrich, um die gleiche Menge (abzüglich der beim Schmieren ausgepressten Luft) auf dem Brot zu verteilen. Die Packung ist eher geleert. Könnt ihr noch folgen?

Ich bin ja gespannt, wann der erste Streichwursthersteller auf den LÄTTA-&-luftig-Zug aufspringt.

 

Wenn ich irgendwo einen Denkfehler habe, bitte ich, mich darauf hinzuweisen.

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zwei hammer noch …

Erstellt von duftbaeumchen am 17. Januar 2012

… allerdings nicht hier vor Ort, sondern in Nürnberg.

Stöpselgasse
(Bild: J.B., 14.01.2012)

Die „Drei Damen vom Grill“ (habsch früher ooch gerne geguggd) bedienten sich bereits, bevor der große Regen niederging und für die beiden übrig gebliebenen Ersatzteile finden sich bestimmt auch noch Abnehmer. Im doppelten Sinn des Wortes.

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unterirdisch

Erstellt von duftbaeumchen am 15. Januar 2012

Du bist ein Arschloch!„, schallte es fremdländisch akzentuiert laut durch den Raum – durch den Gastraum, in dem wir erst wenige Minuten zuvor einen Platz zugewiesen bekamen.

Wilde Worte wechselten weiterhin die Besitzer; eine der zahlreichen „Kundenbetreuerinnen“ stritt sich lautstark mit einem der Köche/ Pizzabäcker. Worum es genau ging, war nicht zu ergründen. Die Worte „Pizza“ und „alleine fressen“ ließen jedoch darauf schließen, dass es sich mutmaßlich um eine der hausgemachten Speisen drehen musste.

Wir wussten es nicht genau, freuten uns aber trotzdem, diesem Schauspiel beiwohnen zu dürfen.

Zumal der Start unserer Soirée schon nicht optimal verlaufen war. Als wir nämlich die Lokalität betraten und uns bis zum Tresen gekämpft hatten, interessierte sich von den dort anwesenden Restaurantfachfrauen (zirka sechs/ sieben ins gruppendynamische Einzelgespräch vertiefte junge Dinger) keine für uns. Wir standen und warteten; man will sich ja auch nicht unnötig aufdrängen.

Als ich schon ansetzen wollte mit der loriotschen Frage (1): „…, dürfen wir IHNEN vielleicht etwas bringen?!“, riss sich dann doch eine Angestellte aus dem wissenschaftlichen Fachdiskurs und nahm sich unser an.

Der Name als Unternehmensleitsatz?

„La Grotta“ in der Leipziger Ratsfreischulstraße wurde dem gerecht.

Wir besuchten bereits mehrmals das mit der Pizzeria räumlich und organisatorisch verbundene Restaurant nebenan und die Vergangenheit gab keinen Anlass zur Klage; die Art der Gastbetreuung dürfte demnach nicht großartig anders sein. So hofften wir. Doch gestern sah es der Dienstplan wohl vor, dass sich diejenigen Mitarbeiter versammelten, die ihren sogenannten „schlechten Tag“ hatten.

Auch wenn das Essen selbst vorzüglich mundete (davon abgesehen, dass die wagenradgroßen Pizzen nur mit Mühe in den Wanst einer normalgewichtigen Einzelperson passen), der Dienst drumrum (die schauspielerische Einlage zu Beginn außer Acht lassend) entsprach voll dem Namen, der über der Eingangstür prangt: Grottig.
Die Einnahme der Speisen an sich nahm den geringsten Teil der zweieinhalb Stunden dauernden Veranstaltung ein. Es schien so, als ob sich die Bedienung mehr um die tausend kleinen Dinge des Lebens kümmerte als um uns – um die Menschen, die für die Bereitstellung der Arbeitsentgelte am Monatsende erforderlich sind.

Und für die Lohnzusatzleistungen. Aber die Gehälter sind da wahrscheinlich derart hoch, dass für Trinkgelder kein Bedarf besteht.

Naja, muss auch nicht.

Es hätte wahrscheinlich vor Kassenabschluss niemand bemerkt, wenn wir ohne Begleichen der Rechnung von dannen gezogen wären.

 

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1 zu sehen in Loriots Meisterwerk „Pappa ante portas

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vor Schreck in die Dose gemacht

Erstellt von duftbaeumchen am 14. Januar 2012

Marderbarriere

Und wenn der „Abwehrduft“ nicht wirken sollte, so bastle man sich einfach eine hohe Mauer aus den Dosen und hoffe, dass der Marder a) des Lesens mächtig ist, b) nicht drumrumläuft und c) vor Schreck wieder nach Hause trottet.

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Penner-Scanner

Erstellt von duftbaeumchen am 8. Januar 2012

… oder: Die elektrische Kollekte.

Wie ihr alle bereits wisst, beabsichtigen die Sparkassen, ein neues Verfahren zum bargeldlosen Bezahlen der „kleinen Dinge des täglichen Bedarfs“ einzuführen. Nennt sich NFC-Payment.

Dafür wird auf die bekannten EC-/ Giro-Karten mit einem Nahfeldkommuniktionsschaltkreis (NFC-Chip) ein winziges Bauteil aufgelötet, welches einen berührungslosen Datenaustausch mit der Kassierfachkraft ermöglicht.

Und nicht nur mit der, auch im Gedränge eines überfüllten öffentlichen Nahverkehrsmittels lassen sich so erkleckliche Kleinbeträge aus den in den Arsch- und Handtaschen der unbeabsichtigt miteinander Kuschelnden ins eigene elektrische Sparschwein umbuchen.

Ohne PIN, ohne Unterschrift. Belegloser Bargeldtransfer.

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andere Zeitrechnung

Erstellt von duftbaeumchen am 28. Dezember 2011

Derzeit geistert mal wieder ein Begriff durch die Tagesnachrichten, der – so hört man vielerorts – nach wie vor ein Mysterium zu sein scheint.

Mindesthaltbarkeitsdatum

Nur, so frage ich die Welt: Welcher Teil des Wortes ist unklar?

Wer bzw. was bringt Otto Normalverbraucher dazu, Mindesthaltbarkeit mit Ende der Genießbarkeit zu verwechseln?

Ein Stoff ist mindestens haltbar bis … MINDESTENS!
Das bedeutet zum Beispiel, dass sich der Joghurt (gern als Exempel herangezogen) auch länger bester Gesundheit erfreuen kann, was er meistens auch tut.

Und warum ist das so?

Weil er nicht durch Aluminium gucken kann.

Pfiffigerweise verschließen die Joghurt-Erbauer nämlich ihre Plastebecher mit blickdichten Metalldeckeln und hindern damit das innenwohnende Milchprodukt, Notiz vom außen aufgedruckten Datum zu erhalten. Erschwerend kommt für den Joghurt hinzu, dass er infolge ständiger Dunkelheit in der Behausung sein Zeitgefühl verliert und schon deshalb nicht weiß, wann er sein Ende selbst einleiten soll.

Also noch mal zum Mitmeißeln: Selbst wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum ein Verfallsdatum wäre, der Joghurt würde es nicht wissen und kann sich also auch nicht dementsprechend verhalten.

Der Joghurt wird schlecht, wenn er schlecht wird und nicht, wenn es der Hersteller festlegt.

Egal, was oben draufsteht.

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