Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

So gehört

Erstellt von duftbaeumchen am Samstag 12. Oktober 2013

Herr Gabriel – nicht der Gunter, sondern sein englischer Namensvetter Peter – gab sich die Ehre, dem mittlerweile nicht mehr ganz taufrischen Publikum ein paar Proben seines langjährigen Musikschaffens zu Gehör zu bringen. Die Namensverwandschaft schien auch den Saalsprecher zu inspirieren, da er des Protagonisten Namen stets in hiesiger Akzentuierung vortrug. Dies amüsierte nicht nur die vorwiegend nichtenglische, der korrekten Aussprache jedoch kundigen Hörerschaft, sondern zeichnete auch den Konzerttechnikern ein Schmunzeln in die Gesichter. Ein deutsches Peter Gabriel klingt eben ungewöhnlich gewöhnlich – Pieter Gejbriel dagegen wahrlich weltmännisch. Weltmusikmännisch sozusagen.

Doch das nur am Rande.

Peter Gabriel – Back To Front 2012/13 – „So“ live

Nach der dreißigminütigen, vorwiegend musikalisch durch Jennie Abrahamson & Linnea Olsson (im weiteren Verlauf des Abends als Hintergrundsängerinnen tätig) untermalten Erwärmung leitete der Meister höchstselbst und in gebrochenem Deutsch den eigentlichen, dreigeteilten Konzertteil ein.

Dreigeteilt und trotzdem pausenlos. Bis Elf. Zweieinhalb Stunden nonstop.

Teil eins akkustisch-minimalistisch bei Saallicht und recht kurz, Teil zwei mit Hits aus vielen Jahren Musikerschaffens und im dritten Teil wurden die Stücke des tourneenamengebenden Albums „So“ von 1986 dargeboten. Die obligatorische Zugabe mit „The tower that ate people“ und „Biko“ beschloss den beschwingten Abend.

Gabriel-typisch perfekter Klang, kreative Licht- und Videoeffekte und ein spielfreudiges Ensemble, welches größtenteils bereits bei der Tour vor 25 Jahren mit an Bord war.

Zum Dank verbeugten sich die Protagonisten artig.

Mit dem Rücken zum Publikum.

Und schlossen damit den Kreis zum Titel der Tournee: „Back to Front„.

Seeeehr schön. Man darf auf die DVD-Veröffentlichung gespannt sein.

 

PS: Einen ausführlichen Bericht Michael Lords eines früheren, in den USA stattgefundenen Konzerts, der den Ablauf sehr gut wiedergibt und dem ich mich größtenteils anschließe, kannst Du hier nachlesen.

 

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Kulturbeitrag

Erstellt von duftbaeumchen am Dienstag 8. Oktober 2013

Als wichtige Stützpfeiler für die Entwicklung einer sachlichen und von gegenseitigem Respekt geprägten Streitkultur im Leben der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen sind die Massenmedien im Allgemeinen und die Fernsehunterhaltung im Speziellen nicht zu vernachlässigen. Besonders hervorheben möchte ich diesbezüglich die televisionären Sendungen „x-diaries„, „Köln 50667“ und „Berlin – Tag & Nacht„.

Dicht gefolgt von anderen, vorwiegend zwischen Frühstück und Abendbrot feilgebotenen sogenannten „scripted-reality“-Serien zeigen diese, zwar hauteng an das wahre Leben angelehnte, aber leider noch stark in ihrer Wirkung unterschätzten Bildungsfernsehformate, wo der Hase wirklich langrennt. Die Verwicklungen, Missverständnisse und Streitereien führen uns auf spannende Weise vor Augen und vor allem lautstark vor Ohren, dass wir „normalen“ Standardbürger eigentlich überhaupt keine Ahnung von zwischenmenschlicher Kommunikation haben.

Kinder, schaut euch diese Sendungen regelmäßig und aufmerksam an; hier lernt ihr den Umgang mit euren Mitschülern, Freunden und nächsten Verwandten am effektivsten! „Argumente“, selbst wenn oder gerade weil sie substanzlos sind, versteht (im Sinne von gedanklich erfassen) der Gesprächspartner am besten, wenn sie in besonders hoher Lautstärke artikuliert werden. Wenn man schon nicht viel zu sagen hat, so soll man dies zumindest so tun, dass auch die Nachbarn im übernächsten Haus wissen, was in ihrer Umgebung passiert. Nicht dass dann wieder jemand sagt, er hätte nichts mitbekommen.

Deshalb möchte ich an dieser Stelle den hiesigen werbefinanzierten Fernsehanstalten meine Dank ausschreiben.

„Anstalten“? Ja, besser hätte man den Begriff nicht wählen können.

Was ich allerdings immer noch nicht erklären kann: Welche Art Drogen muss man nehmen, um sich derart verschwurbelte Geschichten auszudenken? Und vor allem: Wo werden die Darsteller für diese Form der „Fernsehunterhaltung“ gezüchtet?

 

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Gelb ohne Weh – eine Kurzrezension

Erstellt von duftbaeumchen am Montag 7. Oktober 2013

Yello. Boris Blank und Dieter Meier [Gebundene Ausgabe]
Autor: Daniel Ryser
224 Seiten

Verlag Echtzeit, 2011
ISBN-13: 978-3905800562

224 Seiten. Klingt nach viel, ist es aber nicht.

Wenn man zirka die Hälfte abzieht.

Daniel Ryser - Yello - Verlag Echtzeit, 2011

Schade, denn die auf den verbleibenden 103 Seiten dargebotenen Geschichten und Begebenheiten lassen sich flüssig lesen und beim letzten Absatz denke ich: Man hätte mehr daraus machen können.

Doch bei Seite 114 ist eben Schluss. Dann kommen Bilder. Viele Bilder. Die zweite Buchhälfte nämlich sind „nur“ Schnappschüsse aus über dreißig Jahren Musikgeschichte. Die kann man sich angucken, aber der Informationsgehalt ist recht dürftig.

Nachdem ich in den vergangenen Monaten bereits drei Bücher über Pink Floyd las – ein Thema, welches ich in einem späteren Tagebucheintrag noch einmal aufgreifen möchte -, freute ich mich schon, nun mehr über die Entwicklungsgeschichte einer Tanzkapelle zu erfahren, die mich bereits seit den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts musikalisch begleiten.

Daniel Ryser - Yello - Verlag Echtzeit, 2011

Auch wenn Boris Blank und Dieter Meier ihre Kunstwerke vorrangig mittels energiebetriebener Maschinen herstellen, haben sie doch nichts mit den Gelb-Strom-Lieferanten zu tun.

Yello. Ohne W.

Oder wie Boris Blank im Erklär-Video zum neuen Projekt „Yellofier“ zwar in einem anderem Zusammenhang, aber trotzdem treffend bemerkte: “ Two clowns in the kitchen.“

Yello ist eine Zwei-Mann-Combo1, die sich mit „elektronischer Tanzmusik“ bereits in den neunzehnhundertachtziger Jahren einen international bekannten Namen in der Club-Szene machte.

Hierzulande kennt man sie durch die Musikvideo-Sendung „Formel Eins“ (1983-1990), für die Yello die Titelmusik „The Race“ (für die Folgen mit Kai Böcking ab 1988) lieferte. Basis für „The Race“ war eine Musikstück, das sich das Zauberer-Duo „Tempest & Gottet“ bereits 1987 für die musikalische Untermalung ihres Auftrittes beim World Cup of Magic in New York von Boris Blank – der es übrigens hasste, seine handwerklichen Fähigkeiten live vor Publikum zu präsentieren (einziger Auftritt Live at the Roxy, N.Y.) – komponieren ließ.

Doch das nur nebenbei. Ich schweife ab.

Was wollte ich eigentlich …?!

Ach ja. Ich will nur mitteilen, dass Daniel Ryser in seinem Yello-Buch hinsichtlich des Informationsumfangs mehr aus sich hätte raus gehen können. Gegen Ende des Werkes franst die chronologisch Abfolge etwas aus und die beschriebenen Begebenheiten springen (sinnbildlich) in der Zeit vor und zurück.

Trotz dieser kleinen Unzulänglichkeiten: Liebe Leute, falls ihr euch dieses Buch zulegen wollt, dann tut es. Ihr werdet durch die Lektüre keinesfalls dümmer.

 

1 Ja ich weiß, dass ursprünglich auch ein dritter Mann – Carlos Perón – dazugehörte, der sich aber ab 1983 seinen eigenen Projekten widmete.

 

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nur mal so …

Erstellt von duftbaeumchen am Sonntag 6. Oktober 2013

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mysteriöse Arscheologie

Erstellt von duftbaeumchen am Freitag 4. Oktober 2013

02.09.2013, 18.44 Uhr MEZ, N37° 5′ 54.607″, W8° 28′ 53.515″, 18 mm Weitwinkelbrennweite.
Völlig unspektakulär, Bildaufbau langweilig, einfach nur draufgehalten und abgedrückt.

Oder doch nicht?

mysteriöse Arscheologie

Darum geht es gar nicht; ein optimierter Bildaufbau würde nur vom eigentlichen Zweck dieses Eintrags ablenken.

Nu guggd euch das Fodo ma genauer an. Erkennt ihr Auffälligkeiten irgendwelcher Art?

Nicht? Dann geht näher ran!

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Regierungssitze

Erstellt von duftbaeumchen am Donnerstag 3. Oktober 2013

Nehm’se Platz, aber lassen Sie den Stuhl für den König frei.

Regierungssitze

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Bald ist es soweit …

Erstellt von duftbaeumchen am Freitag 6. September 2013

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[AIDA 2013] – angespült

Erstellt von duftbaeumchen am Montag 26. August 2013

Man mag es kaum glauben: Obwohl die Flaschenposten unserer Norwegen-Reise an fast der gleichen Stelle zu Wasser gelassen wurden, trieb sie die Wellen der rauen See unterschiedlichen Gestaden zu.

Eine landete – wie bereits hier berichtet – leicht lädiert in den niederen Landen.

Und nun erhielten wir die Nachricht, dass auch die zweite Depesche ein rettendes Ufer erreichte.

„Hallo Ilka & Lutz!

Haben heute eure Flaschenpost gefunden!

Leider ist der Brief so aufgeweicht das nur Bruchteile davon zu entziffern sind!

Aber die Email-Adresse war halbwegs erkennbar!

Eure Flaschenpost haben wir auf der Insel Rømø in Dänemark gefunden!

Liebe Grüße,
Dominik & Sinja“

Nun frage ich mich nur noch: Was hat der Flasche derart zugesetzt, dass der Inhalt nur noch fragmentarisch erhalten war? Welche Halbwertzeit hat der Kunststoff einer gewöhnlichen Getränkeverpackung? Ist Salzwasser schädlich für die plastene Hülle? Was kann ich tun, damit zukünftige Wassernachrichten wohlbehalten die unbekannten Empfänger erreichen?

PS
Statistisches am Rande: Die beiden Sendungen legten vom Ausgangspunkt, dessen Koordinaten mir der Veranstalter auf Nachfrage freundlicherweise mitteilte, bis zu den Auffindeorten fast genau 300 km (Ameland) bzw. 162 km (Rømø) zurück.

Route der Flaschenposten

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der Sonne ganz nah

Erstellt von duftbaeumchen am Samstag 3. August 2013

SonneSonneSonneSonneSonneSonneSonne

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drive alert – Fahralarm

Erstellt von duftbaeumchen am Montag 22. Juli 2013

Sie sehen: Eine der vielen Fahrerinformationen eines Ford SMax.

Augenscheinlich eine Aufforderung, wegen der geringen Geschwindigkeit ein Heißgetränk zu sich zu nehmen.

drive alert

Allein, ich fand an Bord keinen Kaffeeautomaten.

Da muss Ford wohl noch etwas nacharbeiten.

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